Ziel der Begleithundeausbildung ist das Bestehen der
Begleithundeprüfung. Dies ist Voraussetzung, um an Prüfungen
im IPO oder Fährtenhundbereich oder an Turnieren im
Turnierhundesport teilnehmen zu können.
Einsteiger ohne einschlägige Erfahrung trainieren zunächst
in unserer Anfängergruppe samstags um 16 Uhr. Hier werden im
Einzelunterricht unter Leitung von Katharina
Hartmann und Magdalena Brendan die Grundlagen der
Hundeausbildung vermittelt.
Die Begleithundeprüfung
 |
Die Begleithundeprüfung besteht aus zwei Teilen. Zum ersten
ist dies der Gehorsamsteil, in dem Hund und Hundeführer nach
einem bestimmten Schema verschiedene Übungen wie Bei – Fuß –
Gehen, Schnell – Langsam – Wechsel, Sitz und Bleib, Platz
mit Herankommen, und einige andere absolvieren müssen. Zum
zweiten gibt es den sogenannten „Verkehrsteil“, in dem unter
anderem die Reaktionen des Hundes auf Autos, Fahrräder und
Jogger getestet werden. Zudem muss der Hund sich bei der zu
Beginn der Prüfung stattfindenden Wesenskontrolle vom
Richter anfassen und durch Chip
oder Tätowiernummer identifizieren lassen.
Hundeführer, die noch nie zuvor an
einer Prüfung im Hundesport teilgenommen haben, müssen zudem
einen schriftlichen Theorietest bestehen, der ähnlich dem
Theorieteil der Führerscheinprüfung, aus Fragen mit mehreren
ankreuzbaren Antwortmöglichkeiten besteht.
Für die Prüfungsordnung
hier klicken.
|
Der Gehorsamsteil
Wie bereits oben beschrieben, gilt es hier anhand einiger
Übungen, die in einem festgelegten Schema zu absolvieren
sind, den Gehorsam des Hundes unter Beweis zu stellen.
Gefordert werden
-
Korrektes, enges und aufmerksames Bei – Fuß – Gehen,
zunächst an der Leine, dann ohne Leine. Der Hund sollte
außerdem weder voraus prellen oder hinterher laufen,
noch sein Herrchen bedrängen.
-
Enge und zügige Wendungen und Winkel (ohne Kommando!)
-
Langsamschritt und Laufschritt (mit Kommando)
-
Grundstellungen (Hundeführer bleibt stehen, Hund
setzt sich, ohne ein Kommando zu bekommen, gerade und
schnell neben seinen Hundeführer) an verschiedenen,
festgelegten Stellen
Das Gehen durch eine Gruppe, mit und ohne Leine,
wobei jedesmal in etwa eine „8“ gelaufen und je eine
Grundstellung gezeigt werden muss
Eine Sitzübung, bei der sich der Hundeführer aus der
Grundstellung heraus 15 Schritte vom Hund entfernt, und
diesen, nach einigen Sekunden des Wartens, wieder
abholt. Der Hund sollte während diese Zeit ruhig und
aufmerksam sitzen.
Eine Platzübung, bei der sich der Hund auf Befehl
des HF aus der Grundstellung ins Platz begiebt der
Hundeführer sich diesmal dreißig Schritte entfernt. Im
Anschluss ruft er seinen Hund entweder
auf dessen Namen oder auf „Hier!“ ab,
worauf dieser sich schnell dem Hundeführer zu nähern und
sich ohne weiteres Kommando gerade vor ihm abzusetzen
hat, um zuletzt noch einmal hinten um sein Herrchen
herum zu gehen, sodass er sich nun in der
Grundstellungsposition befindet.
-
Ablegen unter Ablenkung: Der Hund verharrt im
„Platz“, während sich sein Herrchen dreißig Schritte von
ihm entfernt und so lange mit dem Rücken zum Hund stehen
bleibt, bis ein anderer Prüfling seine Unterordnung
beendet hat.
|
 |
Prüfung im Verkehr
Dieser Teil findet außerhalb des Übungsgeländes
im öffentlichen Verkehrsraum statt und besteht aus
mehreren Übungen, die vom Leistungsrichter
individuell angepasst werden können. Zum
Beispiel:
-
Begegnung mit einer Personengruppe
-
Begegnung mit Autos, Radfahrern, Joggern und Inline
Skatern
-
Begegnung mit anderen Hunden
-
Verhalten des kurzfristig im Verkehr angeleint allein
gelassenen Hundes, Verhalten gegenüber anderen Tieren
Der Hund sollte sich hier neutral und
gleichgültig zeigen.
|
 |